Mittwoch, März 31, 2010

Ein Gespräch mit Karlheinz Deschner

Missbrauch in der Kirche 23 Mär 2010 - 10:36 Nr. 9114
Ein Gespräch mit Karlheinz Deschner


Karlheinz Deschner / Foto © Evelin Frerk
Missbrauch in der Kirche

BERLIN. (gbs/hpd) Anlässlich des kirchlichen Missbrauchsskandals führte die Deutsche-Presse-Agentur (dpa) ein Gespräch mit Karlheinz Deschner. Offensichtlich waren dessen Antworten jedoch zu pointiert, weshalb dpa plötzlich von der zugesagten Verbreitung des Interviews abrückte. Der Humanistische Pressedienst (hpd) dokumentiert nachfolgend, was deutschen Zeitungslesern vorenthalten wurde.

Ein Gespräch mit Karlheinz Deschner

Dienstag, Februar 09, 2010

Die Dominikaner und die Inquisition

Die Dominikaner
und die Inquisition        

Inquisition ist ein uraltes "Geschäft", das bereits in der Antike begann. Sobald die katholische Religion Ende des 4. Jahrhunderts unter Kaiser Theodosius Staatsreligion geworden war, schickte der Staat "Inquisitoren" und "Denunzianten" aus, um die "Ketzer" mit ihren "abweichlerischen" Glaubenslehren zu bekämpfen.

Mehr als 800 Jahre später, im Mittelalter, wurde dann ein eigener Orden für diese Aufgabe gegründet, vor allem, um der "Häresie" der Katharer in Südfrankreich den Garaus zu machen. Die Dominikaner wurden in der Folgezeit zum Inquisitionsorden schlechthin. Ihr Spitzname war "domini canes", die "Hunde des Herrn", die sich kläffend und knurrend in jegliche Abweichung vom katholischen Glauben verbissen und dafür sorgten, dass die scheuen Rehe der Häresien baldmöglichst zur Strecke gebracht wurden.


Da war es keine Frage, wer sich zu Wort meldete, als im katholischen Polen jemand gesucht wurde, der sich in altbewährter Manier um neue religiöse Strömungen "kümmerte", die auch Polen auf Interesse stoßen, nachdem der eiserne Vorhang sich gehoben hatte und auch die polnischen Kirchen immer leerer werden: die Dominikaner. Sie dürfen sich dabei höchst päpstlichen Wohlwollens sicher sein, hatte doch Joseph Ratzinger vor wenigen Jahren noch einmal klargestellt, dass die Inquisition schon im Mittelalter aus seiner Sicht durchaus ein "Fortschritt" gewesen sei.

Sobald nun in Polen etwa auf einer Buchmesse Buchverlage auftauchen, die kein katholisches, sondern z.B. urchristliches Schriftgut anbieten, treten die eifrigen Dominikaner in Aktion. Sie verteufeln die Glaubenskonkurrenten in Presseartikeln oder Handzetteln oder präsentieren im Internet verleumderische Kampfschriften von Denunzianten und "Überläufern", die zuvor von ihren Inquisitorenkollegen in Deutschland entsprechend "bearbeitet" worden sind.

Die Zeiten mögen sich geändert haben, die Methoden der Inquisition aber nur geringfügig. An die Stelle des Justizmords tritt nun der Rufmord. Ist das der "Forschritt" auf den Polen gewartet hat?

 Quelle:© 2009 Universelles Leben e.V. • E-Mail: info@universelles-leben.org
http://www.universelles-leben.org/cms/nachrichten/wir-decken-auf/die-dominikaner-und-die-inquisition.html

Samstag, Juli 15, 2006

Großinquisitoren auf dem Papstthron. "Heilige" Inquisition - Hohn und Spott auf Christus

Kardinal Ratzinger, der jetzige Papst Benedikt XVI.,sage am 3.3. 2005 in ARD Kontraste.

"Großinquisitor ist eine historische Einordnung; irgendwo stehen wir in der Kontinuität.
Aber wir versuchen heute, das, was nach damaligen Methoden - zum Teil kritisierbar -
gemacht worden ist, jetzt aus unserem Rechtsbewußtsein zu machen.
Aber man muß doch sagen, daß Inquisition der Fortschritt war, daß nichts mehr verurteilt werden durfte ohne Inquisitio, das heißt, daß Untersuchungen stattfinden mußten."
Was hier geschieht - und das unter dem Namen "christlich" - , ist wahrhaft teuflisch.

Johannes Paul sagte sinngemäß, einige verirrte Christen hätten die Kreuzzüge inszeniert, einige verirrte Christen hätten die Morde in Südamerika begangen. Und er beschönigte, ja pries auch noch die Greueltaten bei der Eroberung Südamerkas als "glückliche Schuld" an.

Hier erhebt sich doch die Frage, ob der heutige Papst nicht ebenfalls in die Reihe der verirrten Christen der damiligen Zeit gehört. - Würde er sonst wohl jetzt seinen Vorgänger seligsprechen, um ihn möglilchst schnell auch zum Heiligen machen? Er knüpft an die unheilvolle und blutige Tradition seiner Kirche an. Er knüpft an die Inquisition an, die heute nicht mehr so um sich schlagen kann wie vor Hunderten von Jahren, die aber im Grunde genommen noch dieselbe Intoleranz in sich trägt wie eh und je.

Grundsätzlich ist eine weitere Frage zu stellen:
Warum braucht man überhaupt die Fürbitter bei Gott, wenn doch der Papst selber der "Lenker des Erdkreises" ist? Damit müßte er doch die Macht besitzen, alles zu steuern, eben als Lenker des Erdkreises. Warum braucht man dann diese sogenannten Fürbitter, die Heiligen? Und eine weitere Frage ist: Wenn es so viele Heilige gibt, warum gibt es nocht so viel Elend auf der Erde?
Was sind denn das für Menschen gewesen, die heiliggesprochen wurden? Zum Teil wares es ja Verbrecher, also können sie doch gar nicht mit Christus im Himmel regieren und können die Erde nicht verbessern. Was soll z.B. Gutes dabei herauskommen, wenn man zu einem Konstantin bete oder zu einem Karl der Großen, der ein Massenmörder war?