Freitag, April 25, 2014

Wie der Vatikan einen gesuchten Kriegsverbrecher schützte « DiePresse.com

Wie der Vatikan einen gesuchten Kriegsverbrecher schützte « DiePresse.com

CIA-Dokumente
belegen den Aufenthalt des kroatischen Faschistenführers Ante Pavelic in
Rom. Die USA klagten zwar, dass die Briten Pavelic entkommen ließen.
Selbst festnehmen wollten sie ihn aber auch nicht.



 (DiePresse.com)

Donnerstag, März 20, 2014

Der Steinadler und sein Schwefelgeruch

Der Steinadler und sein Schwefelgeruch

 





Papst Pius XII. – Der unselige Papst

von Matthias Holzbauer



Wie
ein düsterer Untoter geistert er immer wieder durch die Öffentlichkeit:
Papst Pius XII., den seine Nachfolger auf dem Papstthron immer wieder
seligzusprechen versucht haben. Sein verhängnisvolles Schweigen zum
Holocaust hat diesen Schritt bisher verhindert. Doch der Vatikan lässt
nicht locker. Weshalb eigentlich?












Der Steinadler und sein Schwefelgeruch - Das neue Mittelalter



Was
der Journalist Matthias Holzbauer in jahrelanger Recherche
zusammengestellt hat, ist haaresträubend. Mit Namen und Fakten belegt
er, welche Kampagnen kirchliche und auch staatliche Stellen auch heute
noch gegen religiöse Minderheiten vom Zaun brechen.
Verfolgte Gottsucher
Der Strom des Urchristentums in der Geschichte

von Matthias Holzbauer



Der
Strom des Urchristentums ist in der Geschichte nie wirklich versiegt –
und er strömt bis hinein in unsere Tage. Denn die Sehnsucht nach dem
„Neuen Jerusalem“ war und ist nicht auszurotten.
Strafsache Vatikan - Jesus klagt an
von Uli Weyland



Der
gut recherchierte Geschichtsroman straft die von Papst Wojtyla
aufgestellte These Lügen, dass es nur die „irrenden Söhne und Töchter“
der Kirche gewesen seien, die die kirchliche Blutspur durch die
Geschichte zu verantworten haben.












Angeklagt: Der Papst
Der Verantwortlichkeit des Vatikans für Menschenrechtsverletzungen

von Geoffrey Robertson QC



Deutsche
Erstausgabe von The Case of the Pope, das brisante Buch des prominenten
britischen Kronanwalts und international tätigen Anwalts für
Menschenrechte, Geoffrey Robertson.








Des Satans alte Kleider



Sektenjagd
in Deutschlandvon Matthias Holzbauer und Gert-Joachim HetzelGott ist
die Wahrheit - der Satan die LügeDie Prophetin Gottes sagt aus
Klimawandel: Gott hat rechtzeitig gewarnt



Der Schattenwelt neue Kleider



Die
Inquisition der JetztzeitDer Klimawandel und die dramatischen
Veränderungen auf dem Planeten Erde sind in aller Munde. Plötzlich
meldet sich auch die Kirche zu Wort, von der 30 Jahre lang zu diesem
Thema nichts Nennenswertes zu hören war.



Weh euch Theologen!



Der mutige junge Mann Jesus von Nazareth


Die Diktatur des Stuhles Petri fußt auf den heidnischen Priesterreligionen

von Dieter Potzel, Matthias Holzbauer u. a.



Das
Knäblein in der Krippe und der tote Mann am Kreuz - was haben die
beiden gemeinsam? Sie können nicht reden! Ein Zufall? Sicher nicht!
Kirche gegen Tiere



Vegetarier - gottlose Ketzer?



Für die Tiere, unsere Mitgeschöpfe aus Gottes Hand

von Ulrich Seifert



Übermäßiger
Fleischkonsum, das zeigt sich in unseren Tagen mehr und mehr, ist ein
schwerwiegendes Problem: Dem Menschen bringt er Übergewicht,
Herzerkrankungen und weitere Krankheiten.
Der freie Geist, der Lebensodem in allen Wesen



Lebe mit mir.



Ich bin ein Bewusstseinsaspekt deiner Seele

Die Vielfalt und Schönheit der Natur erleben

Bildband der Internationalen Gabriele-Stiftung aller Kulturen weltweit












Nur eine einfache Seele



Der polnische Papst
Bilanz eines Pontifikats

von Hubertus Mynarek



Aus
der Reihe "Unerwünschte Bücher zur Kirchen- und Religionsgeschichte",
im Jahr 2005 im Ahriman-Verlag, Freiburg erschienen.
Die Herren im Talar noch auf dem hohen Ross !



Die beleidigte Kirche

oder: Wer stört den öffentlichen Frieden?

von Karlheinz Deschner
Priester im Gegensatz zu dem Mann aus Nazareth



Verrat an der Botschaft Jesu

Kirche ohne Tabu



von Hubertus Mynarek



Der
bekannte Religionswissenschaftler enthüllt als Insider unbekannte
Interna der römisch-katholischen Kirche, die hinter den feierlichen
Gewändern verborgen sind.

   
Kirchliche Obere verdammen - Gott, der All-Geist, nicht!
Ungezählte
Generationen wurden mit der Horrorvorstellung eines angeblich
strafenden und grausamen Gottes gequält, der einen Großteil Seiner
Kinder in eine ewige Hölle schickt. Auch heute noch verdüstert dieser
Alptraum viele Gemüter und macht sie seelisch krank. Vor allem aber: All
die über Jahrhunderte angehäuften Bannflüche gegen alles
Nicht-Katholische sind bis heute gültiger Bestandteil der katholischen
Lehre – und auch Luther lehrte die ewige Verdammnis. „Die ewige Hölle“
droht auch den eigenen Gläubigen, wenn sie auch nur an eines der Dogmen
nicht glauben.
   

Montag, Januar 27, 2014

Karl, der “Große” grausame katholische Heilige. Wer sich nicht bekehrte, wurde ermordet. | Der Theologe

Karl, der “Große” grausame katholische Heilige. Wer sich nicht bekehrte, wurde ermordet. | Der Theologe



Ehemalige Pfarrer klären auf

Karl, der “Große” grausame katholische Heilige. Wer sich nicht bekehrte, wurde ermordet.

Veröffentlicht am
1200 Jahr Tod von Karl “dem Großen” – Gedenkjahr des
“Heiligen” im Jahr 2014 – Er führte die Todesstrafe für Verunglimpfung
eines Priesters ein und zwang die Menschen zur Säuglingstaufe oder auch
sie würden hingerichtet / Massenhinrichtungen von Menschen, die nicht
katholisch werden wollten.......................

Sonntag, Januar 19, 2014

Papst Ratzinger entließ jede Woche durschnittlich vier Kinderschänderverbrecher aus dem Priesterdienst | Der Theologe

Papst Ratzinger entließ jede Woche durschnittlich vier Kinderschänderverbrecher aus dem Priesterdienst | Der Theologe

Papst Ratzinger entließ jede Woche durschnittlich vier Kinderschänderverbrecher aus dem Priesterdienst

Veröffentlicht am
Bericht aus Rom: Papst Ratzinger entließ jede Woche durchschnittlich ca. vier Kinderschänderverbrecher aus dem Priesterdienst - Die Kirche versinkt regelrecht im Morast der Sexualverbrechen an Kindern, hauptsächlich Jungen. Die verbrecherischen Würdenträger waren dabei meist homosexuell orientierte Pädophile. Während Papst Joseph Ratzinger 2010 zwischenzeitlich vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag wegen Verbrechensvertuschung und damit Begünstigung weiterer Verbrechen angezeigt war (Materialien dazu in dem Buch Angeklagt: Der Papst), geht aus einer internen vatikanische Statistik jetzt hervor, dass an der Spitze der römisch-katholischen Weltkirche trotz päpstlichem Geheimhaltungsgebot – bei Androhung ewiger Hölle für Schweigebrecher – nicht nur vertuscht und versetzt wurde. “Mehr als 400″ Priester habe Papst Joseph Ratzinger in den Jahren 2010 und 2011 auch aus dem Priesterdienst entfernt (z. B. http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2014-01/joseph-ratzinger-priester-missbrauch). Das sind im Durchschnitt  ca. vier Priester pro Woche und das mindestens zwei Jahre lang. Gegen 419 Priester wurden in “Missbrauchsverfahren” allein im Jahr 2011 “Strafen unterhalb der Amtsenthebung ausgesprochen,” das sind durchschnittlich acht pro Woche. Es wurde also pro Woche in ca. zwölf individuellen Priester-Karrieren entschieden, und das Woche für Woche, andauernd. Da die Taten allesamt individuell kirchenintern geprüft wurden, stellt sich bei der Frage nach dem Zeitaufwand auch die Frage: War bzw. ist dies eine der Hauptbeschäftigungen des Papstes? Als Präfekt der “Glaubenskongregation” hatte der spätere deutsche Papst alle diese Fälle einst an sich gezogen. Zeit.de schreibt: “Die von Ratzinger eingeleiteten Reformen gaben den Bischöfen in jedem von der Kongregation geprüften Fall vor, wie sie vorzugehen hatten.” (18.1.2014)
Mit der Veröffentlichung der Zahlen reagierte der Vatikan auf Vorwürfe der Vereinten Nationen: “
Über Jahrzehnte hinweg sollen weltweit Tausende Kinder von pädophilen Priestern gequält und ausgenutzt” worden sein. Über Jahrzehnte hinweg sollen weltweit Tausende Kinder von pädophilen Priestern gequält und ausgenutzt worden sein. Der Kirche wird vor allem vorgeworfen, nicht energisch genug eingeschritten und die Taten vertuscht zu haben”, so tagesschau.de vom 16.1.2014 über die Klage der UN.
Der renommierte Religionswissenschaftler und ehemalige Dekan der Römisch-Katholischen Fakultät der Universität Wien, Prof. Dr. Hubertus Mynarek, rät deshalb: “Kinder sollten am besten gar keinen Kontakt zu Priestern haben” (http://www.das-weisse-pferd.com/02_06/sexualverbrechen_von_priestern.html).

PS: Bis heute hat der Vatikan die UN-Charta für Menschenrechte aus dem Jahr 1948 nicht unterzeichnet, wird aber von unterwürfigen Staatsmännern vielfach so behandelt, als wäre dort ein Ort, an dem die Menschen Gott näher wären als anderswo. Das hatte einst auch Martin Luther geglaubt. Und Papst Bergoglio wird sich daran messen müssen, ob die Kirchenopfer weiter wie bisher allenfalls mit ein paar Almosen ruhiger gestellt werden oder ob man sich um eine echte Wiedergutmachung bemüht.
Die Meldung wird auf der theologe.de-Seite gegebenenfalls aktualisiert unter http://www.theologe.de/schwarzbuch_katholische-kirche.htm#Priester_entlassen

Zentrale der Vatikanbank: Apsa erscheint "alles andere als korrekt"

Zentrale der Vatikanbank: Apsa erscheint "alles andere als korrekt"

Schattenbank: Finanzaffäre im Vatikan weitet sich aus

Sonntag, Januar 05, 2014

Papst Paul III. : Der Gründer der Inquisition lud Frauen zu Gelagen - Nachrichten Geschichte - DIE WELT

Papst Paul III. : Der Gründer der Inquisition lud Frauen zu Gelagen - Nachrichten Geschichte - DIE WELT
Foto: picture-alliance / akg-images
Oft genug endeten die Verhandlungen vor der Inquisition mit einem Autodafé, einem Glaubensgericht. Dabei handelte es sich um einen Euphemismus für den Tod auf dem Scheiterhaufen.

Donnerstag, Dezember 05, 2013

PHOENIX - „Franziskus' neue Pläne - schafft der Papst sich selbst ab?“

PHOENIX - „Franziskus' neue Pläne - schafft der Papst sich selbst ab?“

Alexander Kähler
Alexander Kähler (Quelle: phoenix/ Frank Ossenbrink)
Gleich zu Beginn seines Pontifikats setzte Papst Franziskus neue Maßstäbe im Vatikan: Statt der päpstlichen Gemächer bezog ein Zimmer Gästehaus, statt Dienstwagen benutzt er einen Bus oder geht zu Fuß und seinen Koffer trägt er stets selbst. Mit ihm zog eine neue Bescheidenheit in den Vatikan ein, seine Hinwendung gilt den Armen.
Jetzt plant er Reformen für seine Kirche. Orientierung dafür ist sein jüngstes Lehrschreiben mit dem Titel „Evangelii Gaudium“, in dem er von Reformen in allen Bereichen spricht. Von den Gläubigen erbittet er mutige und kreative Unterstützung für seine Pläne. Wird das eine Radikalkur für die Katholische Kirche?
Alexander Kähler diskutiert in der phoenix-Runde u.a. mit:
- Weihbischof Hans-Jochen Jaschke (Erzbistum Hamburg)
- Matthias Drobinski (Süddeutsche Zeitung)
- Annegret Laakmann (Wir sind Kirche)
- Carsten Frerk (Kirchenkritiker)
Moderation: Alexander Kähler

Samstag, November 23, 2013

Dokumentation der Hexenverfolgung Bambergs dunkle Vergangenheit

Dokumentation der Hexenverfolgung Bambergs dunkle Vergangenheit
In Bamberg wütete die Hexenverfolgung besonders grausam: Zwischen 1612 und 1632 wurden insgesamt etwa 1000 Männer, Frauen und Kinder gefoltert und ermordet. Die Stadt arbeitet die Episode vier Jahrhunderte später auf - und stellt auch die Frage nach der Schuld.

Von Katja Auer

Philippe de Weck: Ex-Banker gewährt Einblick Vatikanbank - SPIEGEL ONLINE

Philippe de Weck: Ex-Banker gewährt Einblick Vatikanbank - SPIEGEL ONLINE

Vatikanbank: "In solche Abgründe habe ich noch nie geblickt"

Von Fidelius Schmid
Anonyme Nummernkonten, Verschwörung, schmutzige Geschäfte: Die Aufzeichnungen von Spitzenbanker Philippe de Weck offenbaren, wie korrupt es in der Vatikanbank zuging - und wie mancher um sein Leben fürchten musste.

Samstag, Oktober 26, 2013

PHOENIX - Das Geheimnis der Päpstin

PHOENIX - Das Geheimnis der Päpstin

Das Geheimnis der Päpstin

Film von Daniel Sich und Christel Fomm
Ist dem Vatikan vor über 1000 Jahren tatsächlich eine Frau durchgeschlüpft? Oder ist die Frau, die das höchste aller Männerämter erobern konnte, nur eine schöne Legende und Stoff für Millionenbestseller? In einer ZDF-Dokumentation geht die Journalistin und "heute"-Moderatorin Petra Gerster dem Geheimnis der Päpstin auf den Grund.
"Als Papst Leo im August 855 starb, folgte ihm Johanna, das Weib, das zwei Jahre, fünf Monate und vier Tage auf dem Stuhl Petri saß." In über 500 Chroniken finden sich Berichte über die Päpstin Johanna, die in der offiziellen Kirchengeschichte heute mit keinem einzigen Wort erwähnt wird. Warum wurde die Geschichte für die einen zum Skandal, während andere in Johanna eine 

Dienstag, Oktober 01, 2013

Unheilige Päpste

Unheilige Päpste

"Heiligsprechung" auf dem Prüfstand

Im April 2014 will Papst Franz seine Vorgänger Karol Wojtyła (Johannes Paul II.) und Giuseppe Roncalli (Johannes XXIII.) heilig sprechen. Nun gibt in der Vatikankirche bereits 6.650 namentlich bekannte Heilige. Aber es scheinen noch nicht genug zu sein. Nun sollen noch zwei weitere hinzukommen. Was allerdings die Frage aufwirft: sind die sogenannten „Heiligen“ wirklich immer so „heilig“, wie behauptet wird?

Zunächst mal ist es ja etwas merkwürdig, dass ein Papst zu Lebzeiten zwar mit dem Titel „Heiliger Vater“ angesprochen wird. Nach seinem Tod jedoch ist er dann aber nicht automatisch ein katholischer Heiliger, er wird also sozusagen zurückgestuft. Erst nach einem aufwändigen Prozess werden dann einige der Päpste, durchaus nicht alle, zunächst zu „Seligen“, einige dann auch zu „Heiligen“. Der verstorbene Johannes Paul II. absolvierte diese beiden Schritte in der Rekordzeit von nur 8 Jahren, bei Johannes XIII. dauerte es etwas länger, nämlich 50 Jahre.

Johannes XXIII. regierte von 1958-63. Er ist bekannt als der Papst, der das Zweite Vatikanische Konzil einberufen hat. Giuseppe Roncalli – so hieß er mit bürgerlichem Namen – war ohne Zweifel, leutselig, humorvoll und spontan. Doch die Frage sei erlaubt: Wenn nach vielen Jahrhunderten mal ein Papst auf den Thron kommt, der sich wie ein normaler Mensch verhält, ist er dann gleich ein Heiliger? Zumal da in seiner Biografie durchaus auch weniger sympathische Details zu finden sind. Roncalli war als Theologe mehr als konservativ. Er hatte zum Beispiel kaum etwas gegen den italienischen Faschismus und dessen Kriege einzuwenden. Er hat als Papst die Bewegung der französischen Arbeiterpriester mit einem Federstrich verboten. Das viel gerühmte Zweite Vatikanische Konzil erneuerte unter anderem das Verdammungsurteil für alle Nicht-Katholiken, die die Vatikankirche kennen und nicht in sie eintreten. Und der Roncalli-Papst unterschrieb 1962 ein verhängnisvolles Dokument mit dem lateinischen Namen „Crimen sollicitationis“, das jahrzehntelang geheim blieb und mit geringfügigen Änderungen bis heute in Kraft ist. In diesem Dokument werden Sexualverbrechen von Priestern zum „päpstlichen Geheimnis erklärt“. Es wurde also die Vertuschung dieser Verbrechen regelrecht zur Pflicht gemacht.
Damit hat dieser Papst mit seiner Unterschrift eine Art Zeitbombe gelegt, die fast 50 Jahre später hochgehen sollte, als nämlich im Jahr 2010 eine Fülle von solchen Verbrechen in fast allen katholisch geprägten Ländern an die Öffentlichkeit gelangte.

Aber auch Johannes Paul II. wird vorgeworfen, an dieser Vertuschung beteiligt gewesen zu sein. Ein besonders spektakulärer Fall war der des mexikanischen Paters Marcial Maciel Degollado, des Gründers der sogenannten Legionäre Christi, einer Vereinigung katholischer Fundamentalisten. Es war im Vatikan lange bekannt, dass dieser Pater ein Doppel- und Dreifachleben führte. Er brach den Zölibat nicht nur mit einer Frau, sondern unter falschen Namen mit mindestens zwei gleichzeitig. Und vor allem: Der Stern berichtete über an die 30 Fälle von Minderjährigen, an denen sich der Pater sexuell vergangen habe, darunter auch sein eigener Sohn. Degollado war demnach ein Hochstapler und Kinderschänder, der seine Anhänger zu strengem Sparen aufrief, selbst aber in Saus und Braus lebte. Von Papst Wojtyła wurde er aber bis zuletzt gedeckt – wohl vor allem deshalb, weil die Legionäre Christi den Vatikan regelmäßig mit großzügigen Spenden bedachten.

Johannes Paul II. gilt zwar als der Papst, der den Fall der Berliner Mauer maßgeblich mit verursacht habe, indem er die Solidaritäts-Bewegung in Polen unterstützte. Vor allem deshalb gilt er in Polen schon lange als Heiliger. Überall stehen dort längst Denkmäler von ihm. Weniger Denkmäler wird man allerdings in Lateinamerika finden, wo derselbe Papst die Befreiungstheologe brutal abwürgte und mit fast allen Diktatoren gemeinsame Sache machte. Karol Wojtyła war also durchaus kein Freiheitsrevolutionär, sondern eher ein strategischer Geopolitiker. Die Förderung eines politischen Umsturzes gehört jedoch normalerweise nicht zu den Kriterien eines „Heiligen“ wie die Romkirche sie aufstellt. Karol Wojtyla unterstütze die Solidarność vor allem mit Geldern, die Kardinal Marcinkus unter anderem aufgrund dubioser Geldwäschegeschäfte erhalten hatte. Der polnische Papst deckte also bis an sein Lebensende auch die zahlreichen Skandale der Vatikanbank, bekannt wegen dubioser Geldverschiebungen, Kontakten zur Mafia und mehreren mysteriösen Todesfällen.

Und die Kette solcher Skandale ist ja bis heute noch nicht abgerissen, wie die Festnahme eines 61jährigen italienischen Prälaten durch die römische Polizei im Sommer 2013 belegt. Der Prälat wird unter anderem beschuldigt, den Versuch gemacht zu haben, 20 Millionen Euro illegal aus der Schweiz nach Italien zu schaffen. Der Prälat wickelte seine dubiosen Transaktionen bereits jahrelang über Konten der Vatikanbank ab.

Mit vertuschten Skandalen bringt man den Namen Johannes Paul allerdings weniger in Zusammenhang, eher zum Beispiel mit der aufsehenerregenden Vergebungsbitte des Jahres 2000. Papst Wojtyła und seine Kardinäle zählten da in sehr allgemeiner Form verschiedene Verbrechen auf und baten anschließend Gott um Vergebung, nicht etwa die Opfer der Verbrechen. Bei näherem Hinsehen erweist sich diese Aktion zwar als gut inszeniert, jedoch inhaltlich als ziemlich dürftig. Der Schriftsteller Herbert Rosendorfer nannte in seinem Buch „Deutsche Geschichte“ (dtv, Bd.2, S. 104) diese angebliche Vergebungsbitte eine „billige Schmierenkomödie“. Der Papst und seine Kardinäle, darunter sein Nachfolger Joseph Ratzinger, sprachen zwar von verschiedenen Vergehen, doch sie wiesen die Verantwortung dafür einzelnen „Menschen der Kirche“ zu, nicht etwa den Päpsten, die ja als absolute Monarchen Kreuzzüge, Inquisition und vieles mehr immer selbst zu verantworten hatten.

Aber hat Johannes Paul nicht im Jahr 1979 den von der Inquisition verurteilten Astronomen Galileo Galilei rehabilitiert – wenn auch erst nach 346 Jahren? Doch hat er das wirklich? Man muss immer genau hinsehen. Wojtyła war diesbezüglich immer sehr trickreich. Man muss eben auch das Kleingedruckte lesen. Wojtyła sagte lediglich, man werde die „Überprüfung“ des Falles Galilei „vertiefen“, und zwar „in aufrechter Anerkennung des Unrechtes, von welcher Seite es auch immer gekommen sein mag.“

„Von welcher Seite“? Etwa von Seiten Galileis? Der Papst lies also offen, wer recht hatte. Die Kirche kann ja gar nicht Unrecht haben in ihrer Lehre, sonst würde das ganze Dogmengebäude in sich zusammenfallen. Hätte die Aufklärung des 18. Jahrhunderts der Wissenschaftsfeindlichkeit der Kirche nicht einen Riegel vorgeschoben, so würden wir vermutlich noch immer gelehrt bekommen, dass die Erde eine Scheibe ist. Und auf die endgültige Prüfung des Falles Galilei werden wir vermutlich weitere 346 Jahre warten müssen.

Am Ende seines Lebens wurde Johannes Paul vor allem bekannt durch die Bilder eines von Krankheit und Hinfälligkeit gezeichneten Greises, der dennoch versuchte, die Rolle eines Papstes weiterzuspielen. „Christus ist ja auch nicht vom Kreuz herabgestiegen“, sagte er. Ein reichlich unpassender, um nicht zu sagen geschmackloser Vergleich. Jesus von Nazareth konnte nicht vom Kreuz herabsteigen, Er war ja durch die Nägel festgehalten. Er konnte sich auch nicht im Krankenhaus behandeln lassen wie Wojtyła. Er wurde von der damaligen Priesterkaste ans Kreuz gebracht und grausam gefoltert, weil Er dieser Priesterkaste die Stirn geboten hatte. Der katholische Journalist Hans-Peter Oschwald schrieb dazu: „Die unwürdige Zurschaustellung des kaum noch artikulierfähigen Papstes am Fenster seines Palastes war kalte Berechung der Kurie. Ich habe noch nie eine schlimmere Missachtung der Würde eines alten Menschen erlebt. ... den Wojtyla-Effekt wollte die Kurie bis zuletzt nutzen.“ (Auf der Flucht vor dem Kaplan, S. 169)

Und sie will es offenbar immer noch, denn der katholische Heiligenhimmel füllt sich immer weiter. Steckt da nicht letztlich eine Image-Aufwertung dahinter? Jesus von Nazareth hat jedenfalls nie empfohlen, Selige oder Heilige zu verehren. Für Ihn ist jeder Mensch ein Tempel des heiligen Geistes und trägt Gott in sich, darf Ihn, den Allerhöchsten, sogar mit „Vater“ ansprechen. Und deshalb kann sich jeder Mensch ganz direkt an Gott und auch an Christus in sich selbst wenden, die mit ihrer Kraft in jedem Menschen wohnen. Eine Vermittlung von Heiligen ist da völlig unnötig. Fürsprecher und Beziehungen braucht man vielleicht in einem korrupten Staat, aber nicht im Reich Gottes, der die absolute Liebe ist. Die katholischen Heiligen haben zwar meist etwas fürs Image der Kirche getan, aber sehr häufig waren sie alles anderes als gute Vorbilder für ein ethisches Verhalten im Sinne des Nazareners.

Wir sehen also: Genaues Hinsehen lohnt sich, wenn solche Jubelereignisse angekündigt werden. Denn worum geht es bei einer "Heiligsprechung"? Um die Moral? Oder darum, wer der Vatikankirche Imagegewinn und einen Zuwachs an Macht und Geld bringt?

Näheres zu Roncalli und Wojtyła findet sich in dem Buch „Der unselige Papst“, S. 222 ff., zu bestellen unter: http://www.das-weisse-pferd.com/buecher.html#Pius-XII